| Chorfahrt
2010: Weserbergland Chorfahrt 2008: Stade/Hamburg Chorfahrt 2006: Dresden Chorfahrt 2004: Mosel Chorfahrt 2002: Flandern Chorfahrt 2000: Spessart |
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Auf eine
Vier-Tages-Tour ins Weserbergland begab sich
Mitte September 2010 der Kirchenchor
Liebfrauen. Im Verlauf der von wohldosiertem
Sonnenschein genau zum rechten Zeitpunkt
begleiteten Reise hinterließ so manche
touristische Attraktion bei der munteren
Truppe bleibende Eindrücke. Von Adam und
Eva über Hermann den Cherusker und Karl
den Großen bis hin zum
Deutschlandlied-Dichter Hoffmann von
Fallersleben reichte das bunte Spektrum, ja
selbst der spöttisch besungene Dr.
Eisenbarth nebst Gattin begegnete den
Reisenden in leibhaftiger Gestalt.
Karolingische Dome, üppigst goldige
Barockkirchen und malerisches Fachwerk der
Weserrenaissance an Pader, Werra, Fulda und
Weser, auch ein Fenster mit drei Hasen und
heilige Gestalten wie Liborius oder Vitus
fanden fachkundige Wertschätzung.
Los
ging es am Donnerstag früh um kurz vor 7
Uhr, 45 Teilnehmer machten sich von Stenern und
anschließend der Liebfrauenkirche auf den
Weg. Trotz verkürzter Nachtruhe war die
Reisegruppe bestens gelaunt - auch ein
ausgedehnter Stau auf der völlig
überfüllten A 3 konnte die gute
Stimmung nicht trüben und gab so manchem
die Gelegenheit, noch die eine oder andere
Mütze Schlaf nachzuholen. Busfahrer Alfons,
dem Chor bestens vertraut durch zahlreiche
Chorfahrten, konnte jedoch mit Unterstützng
seines Navis das allergrößte Chaos
geschickt umfahren und so sicherstellen,
daß man dennoch pünktlich zur
Stadtführung im ostwestfälischen Paderborn
ankam.
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In
weiser Voraussicht mit Regenschirmen bewaffnet
und aufgeteilt in zwei Gruppen, die sich immer
mal wieder zu gemeinsamem Gesang trafen, ging es
dann zu Paderquellen und dem kürzesten
Fluß Deutschlands, Kaiserpfalz und Dom,
Adam-und-Eva-Haus, Jesuitenkirche und Rathaus.
Ein erstklassiges Mittagsbuffet im Kolpinghotel
Aspethera sorgte für erste Stärkung
und wurde bereichert durch einen
aufschlußreichen Vortrag der Leiterin des
Hauses, das als Ausbildungshotel für
Jugendliche mit besonderem Förderbedarf
neue und erfolgreiche Wege beschreitet.
Nach Stadtbummel und Kaffeetrinken hieß es
dann zurück in den Bus, denn eigentliches
Reiseziel war das überschaubare
Dörfchen Blankenau,
ein Ortsteil von Beverungen, direkt am Ufer der
Weser gelegen, wo der Chor komfortable und
freundliche Unterkunft im Landhotel Weserblick
fand. Die Zimmer wurden bezogen - durchgehende
Matratzen sorgten bei einzelnen Paaren für
gänzlich ungewohnten Schwung im ehelichen
Lager - und ein gutes Abendessen bildete die
Grundlage für einen geselligen,
feuchtfröhlichen Ausklang des Tages, bei
dem auch ein Geburtstagsständchen für
eine Mitreisende nicht fehlen durfte.
Die
Dreiflüssestadt Hannoversch Münden,
idyllisch gelegen an Werra, Fulda und Weser, war
mit ihren zahlreichen aufwendig restaurierten
Fachwerkhäusern Mittelpunkt des zweiten
Tages. Kein geringerer als Dr. Johann Andreas
Eisenbarth und seine stolze Frau Rosina
führten die Sängerinnen und
Sänger zu den Schönheiten der Stadt.
Für allgemeine Heiterkeit sorgte die
Demonstration überdimensionierten
medizinhistorischen Instrumentariums an einer
schwächelnden Sängerin, die sich eher
unfreiwillig in der Patienten- oder besser
Opferrolle wiederfand.
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Nach
einem gemütlichen Mittagessen in der
Schloßschänke stand der Nachmittag
für eine Stadterkundung in Eigenregie zur
Verfügung. Eine kleine Gruppe zog es
derweil magisch zum Eisenbarth-Grab in der
entwidmeten, ehemals evangelischen
Aegidienkirche, erst seit kurzem umgestaltet zum
Café, durchgängig rotgetüncht
und phantasievoll bis lästerlich dekoriert
- wo man in nahezu blasphemischer Verwegenheit,
leichte Berührungsängste geschickt
überspielend, einen Cappuccino auf
Partyhockern rund um den früheren Altar
genoß.
Allerdings ließ die mutmaßliche
Antwort des Himmels nicht lange auf sich warten.
Nachdem just diese Gruppe den durchaus
beschwerlichen Aufstieg bei Sonnenschein auf
steilem, schmalem Pfad durch den Wald zum
Aussichtsturm Tillyschanze bewältigt hatte,
öffneten sich alle nur denkbaren
himmlischen Schleusen und man saß
über zwei lange Stunden dort oben fest ohne
jegliche Chance auf Rückkehr. Nur der
Kreativität des ebenfalls eingeschlossenen
Kassierers Dieter war es zu verdanken, daß
die Sünderlein mithilfe eines
Großraumtaxis trockenen Fußes und
auf die Minute pünktlich den Bus zur
Rückfahrt erreichten - unter
mitleidig-spöttischem Beifall des
restlichen Chores. Wie nicht anders zu erwarten
lachte anschließend natürlich wieder
die Sonne, aber ein reichhaltiges Buffet im
Hotel, gekrönt von einer
wunderkerzengeschmückten Eistorte in einer
Präsentation à la Traumschiff,
entschädigte für die allzu feuchten
Erlebnisse.
Am
Samstag ging es dann zur Besichtigung der
ehemaligen Benediktinerabtei Schloß Corvey.
Die wechselvolle Geschichte des einstmals sehr
bedeutenden karolingischen Klosters über
Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit im
Spannungfeld zwischen Kaiser und Papst, die
fatalen Folgen des Dreißigjährigen
Krieges, die Säkularisierung und
schließlich der Übergang in
Privatbesitz wurde von einer äußerst
kompetenten Führerin auf hohem Niveau
dargestellt, wobei auch Architektur und
Baugeschichte nicht zu kurz kamen. Beeindruckend
war die umfangreiche Fürstliche Bibliothek
mit einem Bestand von 74.000 Bänden in
hervorragendem Zustand, die nicht nur im 19.
Jahrhundert den damaligen Bibliothekar Hoffmann
von Fallersleben, sondern auch heute noch die
aktuelle Forschung beschäftigt.
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Nach
einem schmackhaften Marktbuffet in der Corveyer
Schloßgastronomie führte eine
Schiffahrt auf der Weser bei strahlendem
Sonnenschein hinüber nach Höxter.
Abermals zeigte eine Stadtführung die
sehenswerten Fachwerkbauten im Stil der
Weserrenaissance in der Altstadt. Das herrliche
Wetter lud dazu ein, unter freiem Himmel noch
ein Eis zu genießen. Zur Mitfeier der
Abendmesse ging es sodann mit dem Bus
zurück nach Beverungen. In der dortigen
St.-Johannes-Baptist-Kirche bereicherte ein
spontan intoniertes "Ave Maria" die Liturgie,
anerkennend quittiert durch den Applaus der
einheimischen Gottesdienstbesucher. Mit dem Bus
oder in kleiner Gruppe zu Fuß an der Weser
entlang ging es zurück ins Hotel, wo
wiederum ein Buffet, diesmal musikalisch
garniert mit Musik und Tanz, für die
womöglich noch fehlenden Pfunde sorgte.
Eine ungünstige Wetterprognose machte am
Sonntag eine kurzfristige Umstellung des
geplanten Programms erforderlich. Nach einem
Abschiedsständchen am Hotel steuerte der
Chor zunächst das berühmte
geschichtsträchtige Hermannsdenkmal
bei Detmold
auf den Höhen des Teutoburger Waldes an.
Während nach einem Gruppenfoto ein Teil der
Reisenden den Aufstieg auf das Monument wagte
und dafür mit einem phantastischen
Rundblick belohnt wurde, machte es sich der Rest
auf den Bänken rund um das Wahrzeichen
gemütlich. Anschließend hielt die
örtliche Gastronomie ein abermals leckeres
Mittagessen bereit.
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Die weitere Rückreise führte nach einer improvisierten Rundfahrt durch Bielefeld schließlich nach Emsbüren, wo man neben Kaffee und Kuchen auch die riesigen Gewächshäuser der Firma Emsflower bestaunen und so dem inzwischen ergiebig einsetzenden Regen ein Schnippchen schlagen konnte. Schlußendlich ging es danach aber zurück zur Liebfrauenkirche. Hier fand dann am Abend eine wie gewohnt aufs allerbeste organisierte, mit reichhaltigen kulturellen wie lukullischen Impressionen, fröhlicher Geselligkeit, netten Begegnungen, viel Gesang und ausgelassener Stimmung der Mitreisenden einhergehende Chorfahrt ihren Abschluß. Keiner der Teilnehmer dürfte anschließend Anzeichen von Mangelernährung mit daraus resultierendem Gewichtsverlust zu beklagen gehabt haben. Reisebericht: Wolfgang
Abshoff |
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Eine
Fünf-Tages-Tour in die Umgebung von Hamburg
unternahm Mitte September der Kirchenchor
Liebfrauen. Und dabei verwöhnte nicht nur
die Sonne die Sängerinnen und Sänger
unermüdlich mit ihrem verschwenderischen
Schein, auch so manche touristische Attraktion
hinterließ bei den Reiseteilnehmern
bleibende Eindrücke. |
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Der zweite Tag galt der Erkundung der
malerischen Altstadt
Stades. Erfahrene Stadtführer
leiteten den Chor in zwei Gruppen zu den
Sehenswürdigkeiten der Stadt, vorbei an
wunderschön restaurierten
Fachwerkhäusern, einem Historischen Rathaus,
der Bilderbuchkulisse des Fischmarktes mit altem
Hansehafen, barocken Kirchen mit wertvollen
historischen Orgeln, und unternahmen so einen
Streifzug durch die wechselvolle, über
1000jährige Stadtgeschichte. |
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Am nächsten Tag wurde dann Hamburg ein
wenig näher unter die Lupe genommen und ein
Stadtführer lotste Busfahrer samt Reisegruppe
zu allem, was des Touristen Herz begehrt - ein
wahres Kontrastprogramm vom Hafen über St.
Pauli, Reeperbahn, Davidswache bis hin zu
Kramer-Witwen-Wohnung und Hamburger Michel, von
instandbesetzten Häusern über
heruntergekommene Stadtteile bis hin zu
unerschwinglichen Luxusvillen und Prachtbauten.
Dabei ließ er in seiner launigen Art keine
Schlüpfrigkeit links liegen und sorgte so im
Bus für manchen Lacher. |
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Ruhiger
und
beschaulicher, jedoch keinesfalls weniger
erlebnisreich wurde der vorletzte Tag gestaltet.
Es ging auf eine geführte Rundfahrt durchs Alte Land, das
größte zusammenhängende
Obstanbaugebiet Nordeuropas mit über 10
Millionen Obstbäumen. Deichspaziergang,
Museums- und Kirchenbesichtigung, Fahrt durch ein
schier endloses Meer von Apfelbäumen, vorbei
an reetgedeckten Altländer Bauernhäusern
mit typischem Buntmauerwerk, Besichtigung eines
Obsthofes, Treckerfahrt in Apfelkisten durch die
Obstplantagen, das waren einige von vielen
Programmpunkten.
Aufmerksames
Interesse
fand auch die Erklärung der original Altländer Tracht,
mit der sich die Fremdenführerin
geschmückt hatte - zum großen Bedauern
einiger anwesender Herren wurden allzu intime
Details der Wäsche dabei leider nur in der
Theorie abgehandelt. Als nicht eingeplantes
Spontan-Event zog nach der Rückkehr nach
Stade dann noch eine ausgelassene Truppe
einheimischer Mädels, einen
"Jungfrauenabschied" feiernd, durch den Bus, und
die Braut in spe bekam natürlich auch ein
Ständchen dargeboten.
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Bevor
am letzten Tag die Heimreise angetreten werden
mußte, besuchte der Kirchenchor den Sonntagsgottesdienst
in der siebeneckigen Heilig-Geist-Kirche, der einzigen
katholischen Kirche in Stade, und gestaltete
diesen auch musikalisch mit. Ein ausgesprochen
herzlicher Empfang in der Gemeinde mit
anschließendem Kaffeetrinken und sogar einem
Schnäpschen aus den Beständen des
dortigen Pastors beeindruckte die Sängerinnen
und Sänger.
Reisebericht: Wolfgang Abshoff |
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Die
diesjährige Chorreise führte den
Kirchenchor Liebfrauen für acht Tage in das
schöne "Elbflorenz", nach Dresden und
Umgebung mit einem überreichen Angebot an
kulturellen Highlights. Komfortable Unterkunft
fanden die 60 Teilnehmer dabei im Hotel "Zum
Erbgericht" in Höckendorf, etwa 20 km
südöstlich von Dresden. |
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Dank eines kraftvollen Busfahrers und einer redegewandten sächsischen Reiseleiterin erhielt man problemlos Zugang zu allen touristischen Attraktionen und erfuhr so manches Hintergründige nicht nur über das legendäre Liebesleben des Kurfürsten August des Starken. Hier nur in Stichworten einige der besuchten Sehenswürdigkeiten: Eisenach (Wartburg), Dresden (mit Frauenkirche, Semperoper, Hofkirche, Residenzschloß, Zwinger, ...), Freiberg (Dom mit Silbermannorgel), Erzgebirge (Seiffen, Spielzeugland), Meißen (Porzellanmanufaktur, Dom, Altstadt), Barockschloß Moritzburg, Schloß Pillnitz, Dampfschiffahrt auf der Elbe, Elbsandsteingebirge. |
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Es wurde viel gesungen, geistlich wie weltlich: am Lutherdenkmal vor der Frauenkirche (incl. spontanem Ständchen für ein gerade frisch vermähltes Paar), in der Semperoper, der Desdener Hofkirche, im Freiberger Dom (unvergessen bleibt hier der Kirchenführer), in der Seiffener Kirche (mit historischer Orgel), im Meißener Dom, in schwindelnder Höhe vor der eindrucksvollen Kulisse der Sächsischen Schweiz, auf malerisch restaurierten Plätzen und an historischen Orten, oft belohnt vom Applaus der einheimischen Bevölkerung oder der zahlreich anwesenden Touristen. |
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Die festliche musikalische Mitgestaltung eines Gottesdienstes in Dresden gehörte ebenso zum Programm wie die ausgelassene Feier eines 75. Geburtstages, dessen Termin just in die Reisezeit fiel, oder ein "Original Sächsischer Heimatabend" am letzten Abend vor der Abreise. So kam spirituell wie kulturell, kulinarisch wie gesanglich wohl jeder Mitreisende auf seine Kosten und dürfte eine Fülle von Eindrücken von einer hervorragend organisierten Chorreise mit zurück nach Bocholt genommen haben.
Reisebericht: Wolfgang Abshoff |
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Sonnige Tage verbrachte der Chor an der Mosel und in Luxemburg. Die Fahrt ging mit dem Bus nach Bernkastel-Kues. Als Dank für eine gelungene Führung durch den Ort gab es einige mehrstimmige Chorsätze, die viele Zuhörer anlockten. Mit dem Schiff ging es weiter nach Trier. Bei viel Sonne war frohe Stimmung an Bord, denn die Weiterfahrt mit dem Schiff war vorher nicht bekannt. Der nächste Tag war der Stadt Trier gewidmet. Mit zwei ausgezeichneten Stadtführerinnen wurde die Stadt per Bus und zu Fuß erkundet. Trier, die älteste Stadt Deutschlands, mit der Römerbrücke, den Kaiserthermen, dem Kurfürstlichen Palais, der Porta Nigra, der Liebfrauenkirche und dem Dom war sehr beeindruckend. Mehrstimmiger Gesang in den Kirchen ließ die vielen Besucher immer wieder aufhorchen. An der Mosel durfte natürlich eine Weinprobe nicht fehlen, diese gab es am Abend. Eine Betriebsbesichtigung machte deutlich, wieviel Arbeit, Mühe und Sachverstand in dem edlen Getränk steckt. Nach einem guten Essen erklangen Trink- und Weinlieder als Dank für einen schönen Abend. |
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Das Großherzogtum Luxemburg, die Stadt der Banken und der Europäischen Gemeinschaft, wurde dem Chor von einem jungen, agilen Stadtführer nahegebracht. Immer noch gut zu erkennen war der Verlauf der drei Befestigungsringe um die Stadt, auf die er immer wieder hinwies. Sehenswert die Altstadt und der Dom. Dort zückte der Stadtführer sein Handy, um den Gesang des Chores auch seiner Freundin zu vermitteln. Beim Gaststättenbesuch gab es allerdings den Eindruck, man würde das Lokal kaufen. Die
Heimreise ging über das Benediktiner-Kloster Maria Laach.
Dort erklangen im Dom zum Mariä Namensfest
entsprechende Gesänge. Die erlebnisreiche Reise
bleibt allen in guter Erinnerung. Auch der blinde
Feueralarm im Hotel mit riesigen Feuerwehrwagen,
Hotelgästen im Morgenmantel und Schlafanzug auf
der Straße. Reisebericht: Reinhold Möllmann (Schriftführer) |
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Ziel der
Reise des Kirchenchores Liebfrauen war in diesem
Jahr Flandern. Auf dem Weg nach Brüssel machte
der Chor Station in Gent, der Stadt an der
Leie und Schelde. Schon von weitem
grüßten die Türme der
St.-Niklaas-Kirche, der St.-Baafs-Kathedrale und der
Belfried. Die Altstadt lud zum Bummeln ein und auch
ein Spaziergang entlang der schönen Kanäle
machte gute Laune. Ein Muß war der Besuch der
St.-Niklaas-Kirche mit dem "Genter Altar" der
Brüder Hubert und Jan van Eyck.
Ausgangspunkt für weitere touristische Ziele war die mittelalterliche Stadt Brüssel, heute geprägt durch mächtige Verwaltungsgebäude von EU und NATO. Eine Führung durch das Europaviertel, zum Atomium (gebaut zur Weltausstellung 1958), dem Justizpalast und der Altstadt führte auch zur Kathedrale St. Michael und St. Gudula. Hier hat der Chor, wie auch in allen anderen Kirchen, die er besuchte, einige mehrstimmige Chorsätze zu Gehör gebracht. Durch den Gesang ist der Archivar der Kirche, Dr. Paul De Ridder, auf den Chor aufmerksam geworden. Angetan von dem Klang hat er den Chor mit viel Begeisterung durch die Kirche geführt. Zum Schluss zeigte er allen sein Konterfei, das als Wasserspeier außen am Dom angebracht ist. |
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Beeindruckend
auch
der "Große Platz" mit seinen mittelalterlichen
Gebäuden. Die prächtigen Fronten des
Rathauses mit Turm - auf der Spitze der hl. Michael
- zeigten ihre Schönheit in einer abendlichen
Lichterschau. Die riesigen Einkaufsgalerien mit
ihren Tonnengewölben und die im grellen Licht
leuchtenden "Freßstraßen" waren ein
besonderer Anziehungspunkt. Verführerisch
wurden dort u.a. Austern und Meeresfrüchte, auf
Eis drapiert, angeboten.
Wer in Brüssel ist, sollte auch etwas über Europa erfahren. So traf der Chor zu einem gemütlichen Abendessen den ehemaligen Stadtdirektor der Stadt Bocholt, Prof. Dr. Ralf von Ameln. Für "seine Bocholter" hat er gerne einige Ausführungen zu Europa gemacht. Der Bogen spannte sich über den Krümmungsgrad der Gurke bis hin zu den Problemen der Aufnahme der osteuropäischen Länder in die EU. Alle, die einen trockenen Vortrag erwartet hatten, waren über die lockere Vermittlung der Materie freudig überrascht. |
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Die alte
Hansestadt Brügge - heute
Weltkulturerbe - ist die bestbesuchte Stadt
Flanderns. So drängten sich die Menschen wie
zur Bocholter Kirmes durch die Straßen. Eine
Grachtenfahrt vermittelte eindrucksvoll die
Schönheit dieser Stadt. Die gotische
Hallenkirche "Onze-Lieve-Vrou" beherbergt die
"Brügger Madonna". Sie ist das einzige Werk
Michelangelos, das zu dessen Lebzeiten über die
Alpen gelangte. Das gemeinsame Essen mit viel Gesang
in einem Gewölbekeller aus dem 13. Jahrhundert
und die abendliche Atmosphäre der Stadt mit dem
"Großen Markt" und dem alles überragenden
Belfried machte den Tag zu einem
unvergeßlichen Erlebnis. Die späte
Heimfahrt nach Brüssel hatte sich gelohnt.
Autofreier Sonntag in Brüssel - in ganz Belgien. Nur mit 30 km/h konnte sich der Bus zu der Kirche St. Paulus bewegen. Es ist die Kirche der Deutschsprachigen in Brüssel. Die Gemeinde verteilt sich über die ganze Stadt. Wegen des autofreien Sonntags war der Besuch nicht so gut, aber der Chor mit den Angehörigen füllte die Kirche und auch dort schallte während der gemeinsamen Meßfeier das mehrstimmige Lob Gottes zum Himmel. Bei der Festlegung des Termins vor ca. einem Jahr ahnte keiner den autofreien Sonntag. So konnte nicht wie geplant auf der Rückreise Antwerpen angefahren werden, denn es war nur eine Ausreise möglich. Mit einer Unterbrechung der Fahrt in Aachen mit Gesang im Dom trat der Chor die Fahrt nach Bocholt an. Bei guter Stimmung an Bord wartete man auf die ersten Wahlergebnisse der Bundestagswahl. Müde, aber reich an Eindrücken, ging eine Chorreise zu Ende.
Reisebericht: Reinhold Möllmann (Schriftführer) |
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Für eine Woche hatte der
Kirchenchor Liebfrauen Quartier im Hotel
Brunnenhof in Weibersbrunn, im Herzen
des Naturparks Hochspessart, genommen. Viele
Orte der geschichtsträchtigen Gegend wurden
besucht.
Eine Führung durch Aschaffenburg, die alte Spessartmetropole mit seiner über eintausendjährigen Geschichte, beeindruckte den Chor sehr. Das Renaissanceschloss Johannesburg mit dem berühmten Glockenspiel, das Pompejanum, der Nachbau einer römischen Villa, und die Stiftskirche St. Peter und Alexander (Foto) waren unter anderem Anlaufpunkte der Führung. Die historische Altstadt lud zum Bummeln ein. |
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Gleiches galt auch für das
Fachwerkstädtchen Lohr am Main, das
schon seit alters her als Spessarttor bekannt ist.
Schloss Mespelbrunn, der Inbegriff des
Spessarts war ein weiterer Programmpunkt. Gern
hätte der Chor der Gräfin Hedwig von
Ingelheim, einer Schwester des Freiherrn Wilhelm
von Graes, Schloss Diepenbrock in Barlo, ein
Ständchen gesungen, doch diese tourte mit
ihrer Tochter durch die Lande.
Dafür feierte der Chor in der Wallfahrtskirche "Unsere Liebe Frau" Hessenthal, mit den Grabmälern der Familie Echter von Schloss Mespelbrunn, einen Gottesdienst. Ein Nachmittag stand ganz im Zeichen des Weines. Eine geführte Wanderung durch die Weinberge endete bei einem Winzer. Die Weinverkostung mit spaßigen Anmerkungen zeigte Erfolge. Natürlich fehlte der Gesang dabei nicht. Amorbach, die altfränkische Barockstadt an der Siegfried- und Nibelungenstrasse gelegen, bescherte dem Chor ein Konzert auf einer der größten Barockorgeln Europas. Beeindruckend waren auch die prunkvolle Kirche, in der ehemaligen Benediktinerabtei die Bibliothek und der "Grüne Saal". Über Miltenberg am Main führte der Weg in die Marktgemeinde Bürgstadt. Dort wurde der Chor vom Bürgermeister des Ortes begrüßt und von ihm durch die mit herrlichen Fresken ausgeschmückte Martinskapelle geführt. Ein Empfang mit Umtrunk im Rathaus versetzte den Chor in das Jahr 1592, dem Bau dieses Hauses. Würzburg ist immer eine Reise wert. Auch diesen Ort hat der Chor nicht ausgelassen. Die Sonntagsmesse in der Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau" wurde vom Chor mitgestaltet. Beim anschließenden Empfang mit Umtrunk traf Pfarrer Bernhard Lütkemöller auch einige Bekannte wieder. Unter anderem den Leiter des dortigen Kirchenchores, Prof. Dr. Louis Debes. Unter seiner Leitung hatte er während seiner Studienjahre in Würzburg im Universitäts- wie auch im Kirchenchor gesungen. Am Nachmittag ging es mit einer sehr quirligen Führerin in Schloss und Stadt weiter. Wertheim, die Stadt mit der malerischen Burgruine, an der Taubermündung gelegen, ist einen Abstecher wert. Das Stadtbild wird geprägt von alten Fachwerkbauten des 16. Jahrhunderts und von Teilen der alten Befestigung. Unvorstellbar die Höhe der Wasserfluten, die den Ort immer wieder heimgesucht haben. Die Hochwassermarken reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Eine Bootsfahrt auf dem Main, mit Wein und Gesang durfte nicht fehlen. Seligenstadt, bekannt durch das gleichnamige Autobahndreieck, bildete den Abschluss der Besichtigungstouren. Der Abschiedsabend, mit einem Quiz rund um Kirche und Chor Liebfrauen, Liedbeiträgen, einer selbst inszenierten Modenschau in fränkischer Kleidung, Tanz und Gesang machten diese Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Reisebericht: Reinhold Möllmann (Schriftführer) |
Update: 11.09.2011 © Copyright 2000-2011 by Wolfgang Abshoff, Bocholt/Germany, www.abshoffs.de